Dasing als Stellvertreter für ganz Bayern: Digitalminister Mehring übergibt Förderbescheid

Minister Dr. Mehring: „Digitale Verwaltung braucht Menschen, die sie beherrschen!“ / Förderbescheid in Dasing übergeben: Eine Million Euro für digitale Teilhabe und das Miteinander der Generationen
Eine Frage zum Smartphone, Unsicherheit beim Online-Antrag oder der erste Schritt ins digitale Rathaus: Manchmal braucht es einen Menschen, der sich Zeit nimmt und zeigt, wie es geht. Genau dafür gibt es die Beratungstheken von „zusammen digital“. Jetzt baut das Bayerische Digitalministerium das Angebot auf bis zu 100 Standorte in allen Regionen Bayerns aus. In Dasing übergab Digitalminister Dr. Fabian Mehring dem Projektträger JFF – Jugend Film Fernsehen e.V. einen Förderbescheid über 986.759,78 Euro für die Jahre 2026 bis 2029.
Digitalminister Dr. Fabian Mehring: „Bayerns digitale Zukunft soll für alle offenstehen. Dazu gehören leistungsfähige Netze und eine moderne Verwaltung genauso wie Menschen, die sich im digitalen Alltag sicher bewegen können. Oft beginnt digitaler Fortschritt ganz persönlich: mit einer Frage, einem gemeinsamen Blick aufs Smartphone und dem guten Gefühl, es beim nächsten Mal selbst zu können. Über unser Erfolgsprogramm ‚zusammen digital‘ schaffen wir dafür bis zu 100 Anlaufstellen im Freistaat. Wir bringen digitale Kompetenz mitten in den Alltag der Menschen.“
Die digitale Dividende braucht digitale Kompetenz
Ein Schwerpunkt der neuen Förderperiode liegt auf der digitalen Verwaltung. Die Beratungstheken sollen Ratsuchende künftig noch gezielter dabei unterstützen, digitale Verwaltungsangebote selbstständig zu nutzen. Für Standorte, die diese Unterstützung zusätzlich zur allgemeinen Beratung anbieten, ist eine Förderung von 3.000 Euro vorgesehen.
Mehring: „Die volle digitale Dividende entsteht, wenn wir analoge Wege tatsächlich durch digitale ersetzen können. Solange hinter jedem Online-Angebot der komplette Papierprozess weiterläuft, finanzieren und organisieren wir zwei Welten gleichzeitig. Wer Bürokratie abbauen und Verwaltung beschleunigen will, muss diesen Doppelbetrieb überwinden. Dafür müssen wir die Menschen fit fürs Digitale machen und verlässliche Hilfe für diejenigen anbieten, die noch Unterstützung brauchen. Genau deshalb gehören digitale Verwaltung und unsere Beratungstheken zusammen: Wir schaffen die Voraussetzungen dafür, dass der Weg ins digitale Rathaus für alle gangbar wird.“
Auch in Schwaben stößt das Angebot auf große Zustimmung. Der Landrat von Aichach-Friedberg, Dr. Marc Sturm, betont die Bedeutung der persönlichen Unterstützung beim digitalen Wandel: „Wir stehen in der Pflicht, den Bürgern zu zeigen, dass der Staat funktioniert – da ist ‚zusammen digital‘ eine wertvolle Erweiterung des digitalen Angebots. Gleich 3 der 30 Kommunen, die sich in Bayern beteiligen, sind übrigens im Wittelsbacher Land. Das finde ich großartig!“
Zwischen 2023 und 2025 entstanden im Rahmen von „zusammen digital“ bayernweit rund 35 Beratungstheken. Dort helfen insbesondere junge, geschulte Ehrenamtliche bei Fragen zu Smartphone, Tablet, Computer und Internet – persönlich, verständlich und auf Augenhöhe. In der neuen Förderperiode soll das Netz auf bis zu 100 Standorte wachsen. Die Theken können beispielsweise bei Landratsämtern, Städten, Gemeinden oder anderen geeigneten Einrichtungen angesiedelt werden.
Wenn die Jungen erklären und die Älteren Neues entdecken
Das Programm verbindet digitale Bildung mit einem besonderen Miteinander der Generationen. In Dasing engagierten sich bereits in der ersten Förderperiode Jugendliche aus Schulen und dem Jugendzentrum. Sie boten zu festen Terminen Beratungen im Rathaus an, organisatorisch begleitet vom örtlichen Seniorenbeirat.
Mehring: „An unseren Beratungstheken drehen wir die gewohnte Lernrichtung einfach einmal um: Hier erklären die Jungen, und die Älteren entdecken Neues. Die Digital Natives geben weiter, womit sie groß geworden sind – und erleben, wie wertvoll ihr Wissen für andere ist. Bei meinen Besuchen begeistert mich immer wieder das Leuchten in den Augen auf beiden Seiten: bei den jungen Menschen, weil sie helfen können, und bei den Älteren, weil aus Unsicherheit ein stolzes ‚Das kann ich jetzt selbst!‘ wird. So wachsen digitale Kompetenz, Selbstvertrauen und gegenseitiges Verständnis. Aus einer Frage zum Handy wird eine Begegnung, die Generationen verbindet.“
Der JFF begleitet als Projektträger den Aufbau und die Organisation der Beratungstheken, schult die Beratenden und stellt Materialien für die tägliche Arbeit bereit. Austausch- und Vernetzungsangebote sowie Maßnahmen zur Anerkennung des ehrenamtlichen Engagements ergänzen die Unterstützung.
Jetzt mitmachen: Bewerbungen ab 7. Oktober
Landkreise, Städte und Gemeinden können sich ab Mittwoch, 7. Oktober 2026, für eine Teilnahme an „zusammen digital“ bewerben. Weitere Informationen und Bewerbungsunterlagen stehen unter www.zusammen-digital.de bereit.
Bayerisches Staatsministerium für Digitales