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Freie Wähler verteidigen Dasing

Die Freien Wähler haben ihre Hochburg verteidigt. In der Bürgermeister-Stichwahl setzte sich Andreas Wiesner mit 58,14 Prozent gegen seinen Gegenkandidaten Markus Waschka (CSU) mit 41,86 Prozent durch. Die Wahlbeteiligung war mit 69 Prozent wiederum hoch.

  • Dasing

In einer ersten Reaktion dankte Wiesner seinen Wählern für das eindeutige Ergebnis. "Mich freut's", fügte er knapp hinzu. Er wolle sich nun in Kürze mit seinem Vorgänger Erich Nagl (ebenfalls FWD) zusammensetzen, um die Verwaltung zu übernehmen. Wiesner war bisher Führungskraft bei der Stadtsparkasse Augsburg. Er betonte, trotz Coronakrise arbeite die Verwaltung per Telefon und Internet nahtlos weiter.
Ein wichtiges Thema werden laut Wiesner die Dasinger Finanzen sein. Erst kürzlich war der Haushalt für 2020 verabschiedet worden. Jetzt dürften für die Zukunft deutlich weniger Steuereinnahmen zu erwarten sein. Wiesner sagte, das zu beziffern, sei im Moment schwer. Die Corona-Gefahr habe im Moment eine Art Schockstarre ausgelöst, sie werde aber mit Sicherheit Spuren hinterlassen - auch für die Gemeinde.
Der CSU-Kandidat Waschka nannte das Ergebnis im Gespräch mit der AICHACHER ZEITUNG enttäuschend. Auch er dankte aber seinen Wählern und zeigte sich angesichts seines doch respektablen Stimmenergebnisses zuversichtlich, "dass wir in der Gemeinde etwas bewegen können".
Die Auszählung hatte sich in Dasing hingezogen und lag erst gegen 20.30 Uhr vor. Wahlleiter Stephan Kreppold begründete das damit, dass die Auszählung in der Verwaltung stattfinden sollte, aber die Wahlhelfer wegen der Ansteckungsgefahr weit auseinander sitzen mussten. Daher standen weniger Helfer als sonst fürs Auszählen zur Verfügung.

Von Andreas Alt, Aichacher Zeitung 29.03.2020

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