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Schnellbus nach Pasing kommt

Am 15. Dezember nimmt die Linie ab Dasing und Adelzhausen ihren Betrieb auf

Am Dienstag, 15. Dezember, um 5.24 Uhr können die ersten Passagiere am Dasinger Bahnhof in die neue Schnellbuslinie nach Pasing einsteigen, kurz danach die in Adelzhausen. Dafür stellte der Kreisentwicklungsausschuss in dieser Woche die letzten Weichen. Um 6.12 Uhr, also 48 Minuten später, soll der Bus in Pasing sein. Möglich wird dieses Angebot durch die Initiative des Landkreises Dachau. Der hatte zuletzt beschlossen, das Betriebskostendefizit selbst zu tragen.

Der Weg über die Autobahn birgt das Risiko, dass die Bus-Passagiere im Stau stehen. Geplant ist, dass der Bus von Dasing nach Adelzhausen über Land fährt, dann bis Odelzhausen auf der A 8, um dort wieder abzufahren nach Sulzemoos und von dort wieder auf die Autobahn. Im längsten Fall soll die Fahrt zu Stoßzeiten 57 Minuten dauern. Mit dem Zug sind es 53 Minuten. Im Doppeldeckerbus werden 75 bis 90 Plätze vorhanden sein, wie Anton Schieg von der Landkreisverwaltung im Ausschuss darlegte.

Eine Tagesfahrkarte (hin und rück) bis ins Münchener Zentrum wird ab Adelzhausen 11,80 Euro kosten, ab Dasing 13 Euro (der Zug über Hochzoll kostet einfach 15,90 Euro). Eine Monatskarte wird es ab Dasing für 187,40 Euro geben (Zug 279 Euro).

Der Bus fährt werktags stündlich bis 19.26 Uhr unter der Woche und bis 21.06 Uhr am Samstag sowie 20.06 Uhr am Sonntag, wobei an den Sonntagen nur alle zwei Stunden gestartet wird. Letzte Abfahrt in Pasing soll von Montag bis Freitag um 21.13 Uhr, samstags und sonntags um 21.03 Uhr sein.

Erste Kostenberechnungen hatten vor einigen Jahren ein jährliches Defizit der Buslinie von 1,54 Millionen Euro ergeben, das den Landkreis Aichach-Friedberg anteilig 250 000 Euro pro Jahr gekostet hätte. Weil die Zugverbindung über Augsburg-Hochzoll ähnlich schnell ist, hatte der Landkreis wegen der hohen Kosten von der Realisierung der Buslinie Abstand genommen.

Nun gibt es deutlich höhere Zuschüsse vom Freistaat Bayern, der Landkreis Dachau hat daraufhin beschlossen, die kompletten verbleibenden Kosten für die Linie zu tragen. Er hat lediglich um eine kleine Beteiligung aus dem Wittelsbacher Land gebeten.

Der Landkreis Aichach-Friedberg steuert jetzt jährlich 30 000 Euro bei, die beiden Gemeinden Adelzhausen und Dasing gemeinsam weitere 20 000 Euro.

Aichacher Zeitung, 07.02.2020, Carina Lautenbacher

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