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Mehr Platz für Fahrzeuge und Uniformen

Erweitertes Feuerwehrhaus in Dasing wird vier Wochen früher fertig als geplant

120 Einsätze fährt die Freiwillige Feuerwehr Dasing pro Jahr. Diese hohe Einsatzdichte rührt vor allem von der nahen Autobahn her. Das vor 20 Jahren gebaute Feuerwehrhaus an der Taitinger Straße war schon seit einigen Jahren zu klein, um die dafür nötige Ausrüstung richtig unterzubringen. Auch arbeits und unfallrechtlichen Vorschriften entsprach es nicht mehr. Nun ist der knapp eine Million Euro teure Erweiterungsbau fertig. Er blieb im Kostenrahmen und wurde trotz der Corona-Pandemie sogar gut einen Monat früher fertig als geplant. Nur auf eine große Einweihungsfeier musste verzichtet werden.

Für die etwa zehn Teilnehmer an der Eröffnung gab es nur ein Getränk im Foyer – die Feier soll aber, wenn möglich, nachgeholt werden. Bürgermeister Andreas Wiesner hob hervor, dass die Blauröcke in ihrer Freizeit an den Planungen und Bauarbeiten mitgewirkt hätten, was keineswegs selbstverständlich sei. Sie hätten viel Hirnschmalz eingesetzt, um sämtliche Laufwege im Haus bestmöglich zu gestalten. Er freue sich auf die kommenden Jahre, sagte Wiesner, der selbst Feuerwehrmitglied ist. Unter den Gästen war auch Amtsvorgänger Erich Nagl, der das Projekt bis zum Frühjahr verantwortet hatte.

Zuvor hatte Kommandant Michael Huber die Geschichte des Baus Revue passieren lassen. 2012 hatte die Gemeinde als eine der ersten im Landkreis einen Feuerwehrbedarfsplan in Auftrag gegeben. Der Plan ergab, dass das alte Feuerwehrhaus nicht mehr den Anforderungen genügte. Ende 2017 beschloss der Gemeinderat deshalb den Anbau. Ab Februar dieses Jahres wurde im laufenden Betrieb gebaut. 19 Firmen waren beteiligt.

Die Feuerwehr verfügt nun über drei zusätzliche Stellplätze für Einsatzfahrzeuge. Einer davon wird im Moment noch nicht gebraucht. Die neue Halle ist so groß, dass ein Löschfahrzeug samt Verkehrs-sicherheitsanhänger hineinpasst. Früher musste der Anhänger im Freien angehängt werden, was Zeit kostete und mit einer gewissen Unfallgefahr verbunden war. Hinter der Halle gibt es jetzt einen eigenen Umkleideraum. Jeder Feuerwehrler hat einen Spind für seine Montur und für die Alltagskleidung und stößt beim Umziehen nicht mehr an ein Fahrzeug.

Neu sind auch eine Werkstatt, ein Aufzug zwischen Keller und erstem Stock für Lasten und gegebenenfalls für Menschen mit Behinderung sowie eine Schleuse, die erlaubt, dass andere Feuerwehren Schläuche holen und zurückbringen können, ohne dass ein Dasinger jedes Mal für sie auf- und zuschließen muss. Zudem wurde eine Freifläche am Haus geschaffen, und einige Räume wurden renoviert. Die Feuerwehr ist jetzt digitalisiert. Es sind Schulungen über IT per Präsentationsleinwand möglich.

Michael Kohler,, der Vorsitzende des Feuerwehrvereins, nannte den erweiterten Feuerwehrstützpunkt „ein Schmuckstück unserer Gemeinde“. Seine Wehr lobte er als „zusammengeschweißten Haufen“, bei dem jeder seine Arbeit tue und auch Spaß daran habe. Ebenso habe Bauamtsmitarbeiter Karl Gamperl unermüdlichen Einsatz gezeigt – „oft bis spätabends“. Auf Nachfrage der Aichacher Zeitung sagte Kohler, die Feuerwehr verfüge derzeit über 65 Aktive. Nachwuchsprobleme gebe es aktuell nicht, wenngleich sich die Wehr um die Jugend bemühen müsse. Oft schicke der Vater, der bei der Feuerwehr ist, auch seine Kinder her.

Geweiht wurden die neue Halle und ein vom Kreis zur Verfügung gestellter neuer Verkehrssicherheitsanhänger von Diakon Michael Popfinger. Er betonte, christliche Nächstenliebe sei etwas, das die Feuerwehren in der Praxis übten.

Von Andreas Alt, Aichacher Zeitung, 23.11.2020

  • In die neue Halle des erweiterten Dasinger Feuerwehrhauses passt nun auch ein Lösch-fahrzeug mit Anhänger. Früher musste der Anhänger im Freien angebracht werden, was Zeit kostete und mit einer gewissen Unfall-gefahr verbunden war. Fotos: Andreas Alt
  • Diakon Michael Popfinger segnet den Erweiterungsbau.
  • Vertreter der Freiwilligen Feuerwehr Dasing mit Bürgermeister Andreas Wiesner (links), Diakon Michael Popfinger, Bauamtsmitarbeiter Karl Gamperl (Zweiter von rechts) und dem früheren Bürgermeister Erich Nagl (rechts)
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