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Wie eine Notfalldose im Kühlschrank im Ernstfall Leben retten soll

Damit der Rettungsdienst es im Ernstfall leichter hat, sollen wichtige Informationen bereitstehen. Warum das für den Ernstfall überlebenswichtig sein kann.

Im Kühlschrank liegt das Wichtigste: die Notfalldose. Sie erleichtert im Ernstfall den Mitarbeitern der Rettungsdienste die Arbeit. Denn hier steht alles drin, was sie wissen müssen. Wenn die Sanitäter oder Notärzte zu einem Rettungsfall gerufen werden, brauchen sie meist dringend die Medikamentenpläne des Patienten oder die Telefonnummer der ersten Kontaktperson, die verständigt werden soll.

Das Wichtigste sofort zur Hand

Diese Informationen lassen sich auf die Schnelle in der Wohnung nur schlecht oder gar nicht finden. Mit der Notfalldose soll sich das ändern: Eine Dose mit abschraubbarem Deckel, mit den im Notfall wichtigsten persönlichen Daten, steht künftig zu Hause in der Kühlschranktür und liefert dem Rettungsdienst unmittelbar erste wichtige Daten zum Patienten. Schon beim Betreten der Wohnung erfährt der Rettungsdienst über einen Aufkleber, dass im Kühlschrank Patienteninformationen hinterlegt sind.

Todtenweiser bekommen die ersten Notfalldosen überreicht

Landrat Klaus Metzer sagt: „Diese Dose kann im Notfall Leben retten.“ Gerade für ältere Bürger, die alleine leben oder deren Angehörige im Rettungsfall nicht unmittelbar in der Nähe sind, sei dies eine mehr als sinnvolle Unterstützung. Die Freude darüber, dass es die Notfalldosen nun im Wittelsbacher Land gibt, war bei allen Beteiligten groß. Die Aktion hat die Unterstützung aller Blaulichtorganisationen. Die ersten Dosen bekam Bürgermeister Konrad Carl für Todtenweis überreicht. Ein Dank für die finanzielle Unterstützung ging an die Abfallverwertung Augsburg.

Die Notfalldosen werden im Landkreis ab sofort kostenlos verteilt. An folgenden Stellen können sie abgeholt werden: an der Infotheke im Landratsamt Aichach-Friedberg und bei der Fachstelle für pflegende Angehörige in den Außenstellen, in Friedberg in der Konradinstraße 4 im Gebäude des Kreisjugendheimes, in den Rathäusern und Gemeindeverwaltungen im Landkreis Aichach-Friedberg, beim Bayerischen Roten Kreuz in den Geschäftsstellen in Aichach und Friedberg und in den Pflegeheimen sowie bei den Ulrichswerkstätten in Aichach in der Flurstraße 52.

Friedberger Allgemeine, 25. Juni 2019

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