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Architekt stellt Pläne für die Ortsmitte vor - In drei Jahren soll alles fertig sein

Markante Topografie wird bei der Umgestaltung berücksichtigt

Viele Ideen zur Umgestaltung des Ortskerns brachte der beauftragte Planer Karsten Schulz mit in die jüngste Gemeinderatssitzung der Autobahngemeinde. Erst im Februar war der Architekt beauftragt worden, verschiedene Möglichkeiten einer Umgestaltung der Dasinger Ortsmitte und speziell der Verwaltungsgebäude zu erarbeiten. Das Gebäude der Verwaltungsgemeinschaft (VG) und das Rathaus, das derzeit noch in einem benachbarten Wohnhaus untergebracht ist, sollen künftig in neuem Glanz erstrahlen.

Neu ist die Idee der Errichtung und Umgestaltung eines Verwaltungszentrums in Dasing nicht, bereits seit Jahren wurden immer wieder verschiedene Möglichkeiten diskutiert. Konkret ist geplant, dass an das bereits bestehende Verwaltungsgebäude angebaut werden soll, so dass das jetzige Wohnhaus, in dem das Rathaus noch untergebracht ist, künftig nicht mehr gebraucht wird. Und auch das alte Schulgebäude an der Kirchstraße soll im Rahmen der Umbau- und Sanierungsarbeiten zu neuen Ehren kommen. Die bereits bestehenden Gebäude und die „markante Topografie“ des historisch gewachsenen Ortskerns sollen bei einer künftigen Umgestaltung besonders berücksichtigt werden, erklärte Schulz. Die Gemeinde nannte bereits vorab vier Varianten, wie das neue Rathaus an das Verwaltungsgebäude angestückelt werden könnte. Im Raum stehen dabei ein Erweiterungsbau mit einer Länge von knapp 31 Metern und einer Breite von 13 Metern östlich oder westlich an das bereits bestehende Gebäude. Ebenso im Gespräch sind eine Verlängerung in Richtung Süden oder Norden mit Einbezug des alten Schulhauses.

Knapp eine Stunde lang diskutierten die Räte gemeinsam mit dem Münchener Architekten über die zahlreichen Gestaltungsmöglichkeiten. Dabei stellte sich heraus, dass die Mehrheit der Räte eine Mitbenutzung des ehemaligen Schulgebäudes, eine Verkehrsberuhigung der Kirchstraße, eine Umgestaltung der Grün- und Freiflächen rund um das geplante Verwaltungszentrum, sowie einen eigenständigen Sitzungssaal begrüßen würden.

Die topografische Beschaffenheit des Ortskerns wird zum Vorteil: Denn der Südhang bietet die Möglichkeit, dass einerseits das Ensemble der St. Martinskirche nicht verdeckt wird und andererseits auch genügend Keller- und Archivräume geschaffen werden können. Und auch ein unterirdischer Durchgang vom bisherigen Verwaltungsgebäude in die alte Schule wäre denkbar.

Einen straffen Zeitplan geben die Dasinger dem Architekten vor: Es wird angestrebt, innerhalb von drei Jahren die Bauarbeiten abzuschließen. Um möglichst schnell ans Ziel zu kommen, plant die Autobahngemeinde einen Architektenwettbewerb mit Öffentlichkeitsbeteiligung, bei dem eine Jury die besten Vorschläge auswählt. Im Nachgang sollen diese dann dem Gremium zum Beschluss vorgelegt werden.

Derzeit werden für den Bau Kosten von knapp 2,6 Millionen Euro geschätzt, eine städtebauliche Förderung für die Umgestaltung des Ortskern ist bereits bewilligt.

S PL I T T E R A U S D E M GE M E I N D E R A T

■ Bücherei: Die Gemeinde Dasing wählte die Zweite Bürgermeisterin Anne Glas (Aktive Bürger Dasing) und Gemeinderätin Susanne Kanzler (Freie Wähler Dasing) als Vertreterinnen in das Kuratorium der Bücherei. Neben der Gemeinde entsenden auch die Pfarrgemeinde und die Schule Vertreter in den Stiftungsrat. Ebenfalls in dem Rat, jedoch ohne Stimmrecht, sind der Ortspfarrer und der Erste Bürgermeister.

■ Feuerwehren: Die Gemeinderäte nahmen zur Kenntnis, dass die Feuerwehr Laimering ihre bisherigen Kommandanten Hans Werner Nell und Michael Römmelt im Amt bestätigten. Und auch in der Dasinger Wehr sind die Kommandanten bekannte Gesichter: Auf der jüngsten Mitgliederversammlung wurden Michael Huber als Kommandant und Michael Wiesner als stellvertretender Kommandant wiedergewählt. Neu ist, dass künftig ein Zweiter Stellvertreter im Dienst ist. Das Amt übernimmt Patrick Lutz.

■ Grünflächen: Eine Dasingerin wandte sich an Bürgermeister Erich Nagl mit der Bitte, die gemeindlichen Rasenflächen in Blühwiesen umzugestalten und lediglich zwei Mal im Jahr abzumähen. Damit werde nicht nur ein Beitrag für die Artenund Insektenvielfalt geleistet, auch der Bauhof hätte weniger Arbeit, so der Rathauschef zufrieden mit dem Vorschlag. Und auch im Rat wurde die Idee begrüßt.

■ Wahlplakate: Bereits vor der Landtagswahl im Herbst 2018 wollte Bürgermeister Nagl sich dafür stark machen, dass lediglich auf extra dafür aufgestellten Plakatwänden Wahlwerbung angebracht werden dürfe. Spätestens für die Kommunalwahlen im kommenden Jahr soll es soweit sein: Der Rathauschef bat die im Gemeinderat vertretenen Fraktionen, sich darüber zu beratschlagen. Angeregt wurde das Thema durch ein Schreiben aus dem Landratsamt.

Andreas Dengler, Aichacher Zeitung 21.03.2019

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