Panel öffnen/schließen

Dasinger trotzen dem Sturm

Ungünstige Witterung beeinträchtigt verkaufsoffenen Sonntag, Teilnehmer dennoch zufrieden

Dem Sturm getrotzt haben Aussteller und Besucher beim verkaufsoffenen Sonntag in Dasing. Die Besucherzahlen wurden zwar erst nach der Mittagszeit besser, als wettermäßig das Schlimmste überstanden war, und im Außenbereich fehlte der eine oder andere Stand, aber geklagt wurde, wenn überhaupt, nur sehr verhalten. Seine Ausstellung sei „der Witterung entsprechend gut besucht“, sagte Werner Pfundmeir, Zweiradspezialist aus Friedberg. Ihm sei es wichtig, den Kundenkontakt zu pflegen, deshalb mache er immer wieder bei der Dasinger Veranstaltung mit. Pfundmeir war in einer Garage im Gemeindehof zumindest etwas vor den Wetterunbilden geschützt. Zu sehen waren bei ihm ausschließlich die im Trend liegenden e-Bikes, eines davon sogar mit Antiblockiersystem. ABS kann tatsächlich auch bei Fahrrädern hilfreich sein; wegen der höheren Geschwindigkeit kann es bei e-Bikes leichter vorkommen, dass der Fahrer beim Bremsen die Kontrolle verliert. Michael Thiele, Juniorchef der Schreinerei und Bauelementefirma Schrupp & Thiele, beobachtete, dass bei ihm die Laufkundschaft diesmal eher fehlte. Die Firma ist immer im Frühjahr beim verkaufsoffenen Sonntag dabei. Aber an Interessenten, die konkrete Anschaffungspläne haben, herrschte kein Mangel. Insgesamt war er mit der Publikumsresonanz zufrieden. Schrupp & Thiele stellte diesmal mehr individuell gefertigte Möbelstücke aus als in den vergangenen Jahren, etwa einen Couchtisch oder einen großen Wandspiegel.

Die Typisierungsaktion im Sitzungssaal der Gemeinde war ebenfalls gut besucht. An zwei langen Tischen saßen sich Mitarbeiter der Spenderdatei DKMS und Freiwillige gegenüber; es gab nur wenige freie Plätze. DKMS-Mitarbeiterin Brigitte Lehenberger will nach Abschluss der Aktion über die endgültige Teilnehmerzahl und Ergebnisse informieren. In der Gemeindetenne war das Tigerentenrodeo der AOK die Hauptattraktion. Auf der zunächst sanft, dann immer wilder schaukelnden Tigerente durften offiziell Kinder ab sechs Jahre Platz nehmen; es wurden aber alle zugelassen, die hinaufklettern konnten. Die Tigerente war im Dauereinsatz. Dagegen kam auch der Europaabgeordnete und Bezirkschef der CSU, Markus Ferber, nicht an, der dem CSU-Stand einen Besuch abstattete. Das sei auch nötig, sagte er der AICHACHER ZEITUNG, angesichts der Europawahl im Mai. Ebenfalls am Stand war der Landtagsabgeordnete Peter Tomaschko, um mit Bürgern in Kontakt zu treten. Das Thema „Frühlingserwachen“ kam angesichts des durchwachsenen Wetters nicht so recht zur Geltung, war aber in der Tenne durchaus präsent. Floristin Anna Grams präsentierte hübsche und liebevoll arrangierte Ostergestecke. Die Landschaftsbaufirma Waschka stellte Bonsais aus, die fernöstlichen Miniaturbäume. Nach Aussage von Mitarbeiterin Martina Waschka waren bei den Besuchern vor allem Bonsais für draußen gefragt. Die Bäume sind ein Blickfang, brauchen allerdings auch viel Pflege. Gut besucht war, wie meist, das Möbelhaus Malia. Und Betrieb war auch in zwei Einrichtungen, die eigentlich nichts zu verkaufen hatten. Zum heimatkundlichen Kreis ins Heimatmuseum kamen Besucher vor allem zum Kaffeetrinken. Inzwischen heiße es schon: „Wir gehen zum heimatkundlichen Kreis – da gibt’s gute Kuchen.“ Die Leiterin der neuen Gemeindebücherei bei der Schule, Eva Nagl, sagte, am Vormittag sei wegen des Regens nicht viel los gewesen. Dann aber, als zeitweise auch die Sonne rauskam, nahm der Andrang in der Bücherei zu.

Von Andreas Alt, Aichacher Zeitung, 12.03.2019

Weitere Nachrichten