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Die nächste Umleitung

Wo gehobelt wird, da fallen Späne. Autofahrer im Raum Aichach bekommen diese Binsenweisheit derzeit an verschiedenen Stellen zu spüren. Nun kommt eine weitere Hürde hinzu. Am Donnerstag, 3. Mai, wird der ersehnte Kreisverkehr an der AIC 10 (Aichacher Straße) und der AIC 20 (Laimeringer Straße) bei Lindl gebaut. Dazu wird der Kreuzungsbereich gesperrt, für den Verkehr nach und aus Dasing werden Umleitungen eingerichtet. Verärgert sind betroffene Gewerbebetriebe, die unter anderem über drohende Umsatzeinbußen klagen.

Dass der Kreisverkehr notwendig ist, um den Verkehrsfluss in direkter Nähe zu B 300 und A 8 zu verbessern - bis jetzt ist die vorhandene Kreuzung mit einer Ampelanlage ausgestattet -, ist derweil unbestritten. Der Kreisausschuss genehmigte dieser Tage deshalb auch eine saftige Kostensteigerung, um das Projekt trotz derzeit überhitzter Preise nicht weiter schieben zu müssen (siehe unten stehenden Bericht). Bis Mitte August soll der Kreisverkehr fertig sein. Bis dahin freilich ist Geduld bei Autofahrern gefragt.

"Durch die großflächigen Bauarbeiten können nicht alle Fahrbeziehungen zu jedem Zeitpunkt uneingeschränkt aufrechterhalten werden", teilte das Landratsamt gestern mit. Konkret: Der von der Autobahn beziehungsweise B 300 kommende Verkehr kann ungehindert in die Laimeringer Straße abfließen. Zurück kommt er auf diesem Weg aber nicht. Dann muss er über Laimering und vorbei am interkommunalen Gewerbegebiet, um zunächst wieder auf die B 300 und dann auf die Autobahn zu kommen. Wer nach Dasing möchte, fährt auf der B 300 in Richtung Friedberg das kleine Stück bis zur Abfahrt an der Taitinger Straße - und umgekehrt versteht sich.

Diesen Weg müssen zwangsweise auch alle Kunden der Geschäfte im Dasinger Gewerbegebiet - beispielsweise Aldi oder McDonald's - auf sich nehmen, was dort, vorsichtig formuliert, nicht auf Begeisterung stößt. Auch auf der gegenüberliegenden Seite formiert sich Gegenwind. Ziemlich angefressen ist Robert Braune, der momentan so eine Art "Sprachrohr" der Betroffenen darstellt. Wie er gestern im Gespräch mit unserer Zeitung erklärte, gebe es mehrere Unternehmen, die sich bereits rechtliche Schritte überlegen. Niemand sei gegen den Kreisverkehr, doch angesichts des enormen Verkehrsaufkommens in diesem Bereich hätte man aus seiner Sicht bessere Lösungen finden müssen und auch können.

Aichacher Zeitung, Robert Edler

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